Energieeffiziente Kanalisation
Freigefällekanäle sind vorzuziehen. Heben oder Pumpen verbraucht ca. 4 Wh je m³ und m Druckhöhe.
Kanalspülung mittels Spülfahrzeugen braucht Treibstoff und ist zudem arbeitsintensiv. Übliche Jahreskosten sind ca. 1 € je m Kanallänge, wenn ein- bis zweijährlich gespült wird. Über 250 Millionen € kostet die Kanalspülung in Deutschland jedes Jahr - wobei die Wirkung meist gering ist.
Regelmäßiges und häufiges Spülen vermindert Verschmutzung von Vorflutern durch Mischwasserentlastung sowie Frachtspitzen auf Kläranlagen. Stauvolumina in Mischsystemen können um bis zu 50 % kleiner dimensioniert werden, weil bei Regenereignissen nur wenig Feststoffe mobilisiert werden.
Die Schwallspülung mittels motorisierter Spülklappen (Siehe Schwallspülsystem HUBER Power Flush®) ist sehr viel energiesparender und wirkungsvoller, um Ablagerungen zu vermeiden oder zu entfernen, vor allem auch in Stauraumkanälen. Sie wirkt bis zu einer Länge von 1 km und darüber.
Mischwassersiebe werden vorgesehen, um Feststoffe in Überlaufbauwerken zurückzuhalten und Verschmutzung von Gewässern durch Grobstoffe zu vermeiden. Ihr Stromverbrauch ist sehr gering, weil sie nur selten in Betrieb sind (Siehe HUBER Mischwassersiebe).
Regenbecken-Reinigung mittels Schwallspülung (Siehe HUBER Spülkippe SK) ist besonders wirksam und energiesparend. Der nachfolgende Vergleich der Stromverbräuche gilt für Regenbecken mit einem Volumen von 1.000 m³:
- Strahldüsen: 1.000 – 10.000 kWh/a
- Rührwerke: 300 – 3.000 kWh/a
- Spülkippen: 10 – 100 kWh/a





